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17. Mai 1997 – Eine Reise in die Vergangenheit

Auch wenn der FSV Leezen nun anders heißt, liegen die Wurzeln vom Großteil der Mannschaft beim Leezener SV. Bereits im Jugendalter haben viele unserer derzeitigen Spieler das Hemd des LSV tragen dürfen und teilweise sind sie noch immer aktiv. Aus diesem Grund möchten wir euch Fans, Beobachter und besonders Spieler an das Jahr 1997 erinnern. Die Schweriner Volkszeitung druckte am 20. Mai 1997 folgenden Artikel:

Brüsewitz und Leezen künftig in der Bezirksliga

Leezen/ Brüsewitz: Der „Fußball-Speckgürtel“ von Schwerin hat Pfingsten wieder Furore gemacht. Der Brüsewitzer SV und der Leezener SV haben sich an den jeweils drittletzten Spieltagen als Staffelsieger der Bezirksklassen A und B für die Bezirksliga qualifiziert. Glückwunsch!

Den Brüsewitzer Kickern ist damit nach einem Jahr Bezirksklasse der sofortige Wiederaufstieg gelungen. Auch wenn der BSV nach der Winterpause nur schwer in Tritt kam, die Insider hatten nie einen Zweifel an der Mannschaft von Trainer Friedrich Boldt. Fast wie ein Märchen mutet dagegen der Durchmarsch vom Leezener SV an, der vor zwei Jahren in der Kreisliga begann.

Achtmal Torjubel für Gastgeber Leezen

1Der sonnige Pfingstsonnabend wird in Leezen noch lange in Erinnerung bleiben. Die zahlreichen Zuschauer forderten von ihrer Elf gegen den Abstiegskandidaten FSV Strohkirchen einen klaren Sieg und die Schützlinge von Trainer Hans-Uwe Seeger setzten das mit einem 8:2-Erfolg eindrucksvoll in die Tat um. Dabei schloss Maik Karsten mit fünf Treffern zu seinem Mannschaftskollegen Michael Zipser auf, der einmal erfolgreich war. Beide haben 32 Treffer erzielt und wollen natürlich in den noch ausstehenden Partien den Torschützenkönig unter sich ausmachen. Die weiteren Tore zum 8:2-Sieg über Strohkirchen steuerten Frank Zuch und Marian Birkholz bei. Der Rest des Tages ging in feuchtfröhlichem Jubel unter.

Von der Kreis- bis in die Bezirksliga

2Bislang hat am Ostufer des Schweriner Sees den Erfolg der Leezener Kicker noch niemand so richtig verinnerlichen können, „weil der eigentlich gar nicht möglich ist“, wie Trainer Hans-Uwe Seeger sagt. Ein Großteil der Mannschaft arbeitet auf Montage, regelmäßiges Training im Sinne des Wortes gibt es nicht. „Wir treffen uns immer Freitagabend und machen ein Spielchen gegen unsere alten Herren“, erzählt der Trainer. Der hat die Mannschaft in der Winterpause der Saison 1995/1996 übernommen, als die Elf im freien Fall von der Bezirksliga über die Bezirksklasse bis in die Kreisliga durchgereicht worden war. Am Saisonende war Leezen Kreismeister und stieg auf. Die folgende Bezirksklassen-Saison, deren letzte zwei Spieltage noch ausstehen, sieht den LSV nun erneut an der Spitze. Außerdem holte Leezen im Winter den Kreismeistertitel in der Halle.

Gesunde Mischung von jung und alt

„Unser Ziel war ein einstelliger Tabellenplatz“, erklärt der LSV-Coach, der den nahezu gleichen Spielerstamm zur Verfügung hat wie in der Kreisliga. „Außerdem sind wir in der Bezirksklassen-Staffel B nicht eben freundlich aufgenommen worden. Was wir Bauern da wohl zu suchen hätten, hieß es“, erinnert sich Seeger. Das wollte die Mannschaft zeigen. Nach einigen Startschwierigkeiten hat der Leezener SV mitlerweile 19 Spiele in Folge gewonnen, und das soll sich in den noch ausstehenden Partien nicht mehr ändern. Am kommenden Wochenende steht noch ein Nachholespiel gegen Marnitz/Suckow an, und dann folgen regulär eine Partie bei Spornitz/Dütschow, sowie das Finale auf wiederum heimischen Rasen gegen Aufbau Parchim mit Freibier für die Fans.
Die Elf vom Leezener SV ist eine Mischung von jung und alt. Im Kasten steht mit Danny Zipser ein 19-jähriges Super-Talent. „Danny ist für alle ein ganz starker Rückhalt“, lobt der Trainer. Vor dem Keeper ist mit Libero Rainer Karsten, Vorstopper Andy Iwanow und den Außenverteidigern Henry Herke und Martin Müller – er ist mit 43 Lenzen der Nestor im Team – eine Abwehr postiert, die den Altersdurchschnitt mächtig anhebt. Nichtsdestotrotz hat das Oldy-Bollwerk die zweitbeste Bilanz in der Staffel aufzuweisen. Im Mittelfeld führt der erfahren Frank Zuch (36) Regie, und vorn jagen die beiden Cousins Maik Karsten und Michael Zipser der Torjägerkanone nach. Das allein wird für die Bezirksliga nicht reichen, deshalb soll künftig zweimal in der Woche Trainiert werden.“

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Quelle: Schweriner Volkszeitung (20.05.1997)


Betrachtet man diesen Zeitungsartikel mit der aktuellen Mannschaft und der aktuellen Lage des FSV Leezen, lassen sich sehr viele Ähnlichkeiten feststellen. Ähnlich wie Martin Müller mit seinen damals 43 Jahren, ist heute Rainer Karsten – der 1997 auch im Kader des Leezener SV stand –  „der Nestor im Team“. Durch seine jahrelange Erfahrung auf der Libero-Position kann er trotz des fortgeschrittenen Alters fast jeden Ball klären. Und klappt dies doch nicht beim ersten Mal, helfen ihm Alexander Schulz, Tim Kummerow, Björn Ehlert und die anderen jungen Spieler um Rainer herum.

Doch auch andere Kicker des FSV waren schon damals aktiv. Maik Karsten, der mit seinen aktuell 13 Saisontoren zu den treffsichersten Leezenern gehört, war schon damals Ligaspitze und „kämpfte“ einige Male mit unserem derzeitigen Torwart, Michael Zipser, um die Torjägerkanone.

Michael, kurz „Mischa“, hat eigentlich schon auf allen Positionen gespielt. Angefangen vom Sturm hat er sich mit den Jahren immer weiter nach hinten gearbeitet. Er spielte zuletzt in der Verteidigung und hütet nun unser Tor. Mischa spielte früher schon in der DDR-Oberliga im Kader des FC Karl-Marx-Stadt (Chemnitzer FC).

Marko Karsten – schon damals nicht mehr als ein Streichholz, gehört ebenfalls zu den älteren Spielern unter uns. Er sorgte nicht nur 1997 für Stimmung, wie auf dem Bild zu sehen ist, sondern ist auch bei uns die Partybombe schlechthin. Doch Marko kann auch mehr als Feiern. Tore köpfen zum Beispiel. In der aktuellen Spielzeit erzielte „Bodo“ bereits zwei Treffer per Kopf.

Kommen wir nun zum „Bullen“ – Marian Birkholz. Er schmückt sich derzeit zwar nicht mit unserem Trikot, spielt aber in der Nachbarschaft bei der SpVgg. Doch auch er gehört gewissermaßen zu uns. Das liegt nicht nur daran, dass er jeden Dienstag mit uns zusammen Fußball spielt, sondern auch daran, dass zwischen ihm und allen unserer Spieler eine Freundschaft besteht. Auch unter anderem Vereinsnamen haben schon fast alle mit „Marianne“ zusammengespielt und dabei so manch Fingernagel abgekaut. Seiner Spielweise sei Dank.

Danilo Zipser ist zwar auch nicht beim FSV, dennoch aber Teil von uns. Und was nicht ist, kann ja noch werden. Er war schon immer ein Spieler, der über Kampf und Siegeswillen viel erreicht hat. Beim Leezener SV das Fußballspielen gelernt, gibt er sein Können und seine Erfahrungen nun an die Jungs von Cambs-Leezen weiter.

Das „Super-Talent“ Danny. Wir kennen ihn alle. Was für ein Torwart. Doch auch als Feldspieler ist er eine Wucht. Ihn kann man, ähnlich wie seinen Cousin Michael Zipser, auf allen Positionen einsetzen. Seit einiger Zeit hat man von ihm aber keine fußballerische Aktion mehr gesehen. Aber Lust hat er, wieder gegen das runde Leder zu treten. Das dürfen wir euch versichern. Wartet ab.

Martin Müller und Henry Herke. Diese beiden waren früher ein Teil des besagten „Bollwerks“ in der Abwehr. Für den FSV Leezen treten beide nach wie vor bei Alt Herren Turnieren an und zeigen dort ähnlich starke Leistung, wenn es darum geht, den gegnerischen Stürmern das Leben schwer zu machen.

Neben den Spielern gibt es aber weitere Übereinstimmungen mit der Mannschaft von 1997. Die Trainingssituation sieht bei uns etwa gleich aus. Durch viele auswärts arbeitende Spieler ist es nicht immer möglich, mit der gesamten Mannschaft zu trainieren. Aus diesem Grund wurde der Trainingstermin – genau wie damals – auch auf Freitag gelegt. So haben wenigstens einige der auswärtigen Spieler die Chance, sich für die Pflichtspiele vorzubereiten.

Die Torjägerkanone, Bestandteil von Leezen!? Es könnte jedenfalls wieder so sein. Jan Pautlitz ist derzeit mit 35 Toren (davon 24 in der Liga) bester Torschütze. Schwer vorstellbar, dass es in unserer Spielklasse eine Mannschaft gibt, die einen ähnlich gefährlichen Spieler aufweisen kann.

Der FSV Leezen spielt zwar noch in der Kreisklasse, doch der Aufstieg scheint nah. Pfingsten 1997 – Aufstieg des Leezener SV. Eine Woche vor Pfingsten 2010 – Aufstieg des FSV Leezen? Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass unsere Mannschaft dieses Jahr den Sprung in die Kreisliga schafft. 3 Spiele vor Ende der Saison spielt man auswärts gegen Crivitz (16.05.) und kann da, genau wie vor einigen Jahren, vielleicht schon vorzeitig alles klar machen.

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